Beschrieb des Objektes:
Tägerwilen liegt am Seerhein, Verbindung vom Obersee zum Untersee, grenzt im Osten an Kreuzlingen und Konstanz, im Süden an Kemmental und Wäldi, im Westen an Ermatingen und im Noden an Gottlieben. Mit rund 3'800 Einwohner ist Tägerwilen die zweit grössste Ortschaft im Bezirk Kreuzlingen. Trotz der fliessenden Grenze zu den Nachbarstädten und zu Konstanz hat sich Tägerwilen viel Eigenständigkeit bewahren könnnen. Das Dorf verfügt über eine seiner Grösse entsprechenden, guten Infrastruktur wie Kindergarten, Primarschule, Oberstufe, Dorf- und Begegnungszentrum, Einkaufsmöglichkeiten, Retaurants, Turn- und Sportanlagen, das Rhein-Schwimmbad, Alters- und Pflegeheim, PTT-Bus, SBB-Haltestelle und vieles mehr.
Extras :
Dieses stattliche Landgut, in der Nähe des Kehlhofs und der Kirche, im Süden an die Hauptstrasse stossend, war bischöfliches Lehen und die erste der so genannten vier vogtbaren Hofschuppissen. Der Name kommt in den Urkunden und Akten in den verschiedensten Varianten vor.
Reste einer älteren Einrichtung im westlichen Teil des Hauses, wo sich auch ein gemaltes Getäfel in einem der hinteren Räume des Erdgeschosses befindet, bestätigen die Vermutung, dass es sich hier um einen Landsitz des 16. und 17. Jahrhunderts handelt. Der Name «Oggenfiner» tauchte schon 1428 in den Steuerbüchern der Stadt Konstanz auf.
Der Okenfiner ist also noch ein Vertreter jener Prachtbauten alter Landsitze, von welchen im 17. und 18. Jahrhundert in der Bodenseegegend noch weitere entstanden sind. Im Jahre 1720 wurde das Gebäude von einem Mitglied der Gottlieber Familie Meyer, welche den Okenfiner von 1675 bis 1755 besass, umgestaltet. Am, Ostgiebel wurden die charakteristischen, von Kuppelhelmen gekrönten, eckturmartigen Erker angebracht.Nach 1755 bis zum Ende des zweiten Weltkrieges waren eine Reihe von Familien Egloff im Besitz des Okenfiner. In den Jahren nach 1845 wurden dem Landsitz auf der Nordseite ein Wohntrakt mit grossen Kellerräumen und Werkstatt im Stil des späten Klassizismus angebaut. Dieser Anbau fügt sich harmonisch dem alten Gebäude an und wurde vom damaigen Besitzer Oberst Joh. Kopnrad Egloff erbaut. An ihn erinnert unter anderem auch die grosse Linde im Park an der Hauptstrasse. Sie wurde anlässlich seiner Brevetierung zum Leutnant im Jahre 1829 gepflanzt. Während dieser Zeit standen berühmte Persönlichkeiten in freundschatlicher Beziehung zum Hause Okefiner wo sie oftmals verweilten. So sind Prinz Napoleon III. Von Arenenberg, Minister Joh. Konrad Kern von Berlingen, Melchior Gräflein sowie viele hohe Offiziere der Armee sicherlich erwähnenswert.
Nachdem während zwei Jahren der Okenfiner von einem aus Tägerwilen bestehenden Konsortium gehalten wurde, verkauften diese 1946 an den in Konstanz tätigen und in Tägerwilen wohnhaften Zahnarzt Dr. August Müller-Schrader. Nachdem im Januar 1973 die Liegenschaft an seine Tochter, die Familie Hermann Werdenberg-Müller überging, drängte sich eine Renovation auf. Nach sorgfältiger Planung des Bauherrn und in guter Zusammenarbeit mit den beteiligten Handwerkern wurde dieser altehrwürdige Landsitz restauriert und ist heute dank regelmässigen Unterhaltsarbeiten in einem sehr guten Zustand.
Die Liegenschaft besteht aus drei Parzellen und befindet sich am östlichen Dorfeingang. Diese umfasst eine Fläche von tot. ca. 11'990 m². Der Landsitz "zum Okenfiner" umgibt sich mit einem grosszügigen Park welcher sich durch einen schönen alten Baubestand zu den anstossenden Parzellen abgrenzt. Dieses Idyll beinhaltet sowohl ein Schwimmbad (4x8x1.70 m, beheizt und mit Gegenstomanlage) welches mit gespaltenem Gneis (Granit) ausgelegt ist, als auch einen Pavillon welcher die Ruhe dieser Perle von Tägerwilen widerspiegelt. Ein aus dem Ende des 18. Jahrhunderts stammender Sodbrunnen von sieben Metern Tiefe, der einst den Hauswohnern als Wasserquelle dient, wurde wieder freigelegt, neu aufgemauert und ist heute eine Zierde des Gartens.
Die Innenräume zeigen den grosszügigen Baustil der damaligen Zeit. Im Haus "zum Oenfiner" werden, damals wie heute, sehr grosse Werte auf Tradition gelegt. So sind viele Räume mit edel verzierten Parkettböden ausgestattet. Die wenig über dem Erdboden liegenden Fenster des Erdgeschosses zeigen teils noch die im 18. Jahrhundert üblichen, geschnitzten Mittelpfosten der Kreuzstöcke. Eine prächtige Stuckdecke und ein alter, weisser Turmofen sind im Wohnzimmer im ersten Stockwerk besondere Kostbarkeiten. Es handelt sich um einen Steckborner Kachelofen, von der im 18. Jahrhundert berühmten Hafnerfamilie Meyer. Bemerkenswert ist die schöne gewölbte Holzdecke im Dachzimmer des Ostgiebels welches die Bibliothek beinhaltet. Dieses wartet mit einem alten Fenster von orignellen Butzenscheiben auf.
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